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20. Dezember 2001
 

Wallhäußer Preis 2000
an
Herrn Dr. Heinrich Prinz
Biotest AG, Dreieich, verliehen

 

Am 27. November 2001 wurde in Mannheim im Rahmen der ASEPTIK-Konferenz 2000 der von CONCEPT HEIDELBERG initiierte "Wallhäußer-Preis" verliehen.  

Mit dem Wallhäußer-Preis werden herausragende Veröffentlichungen auf den Gebieten "Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung bei der Arzneimittelherstellung" ausgezeichnet. 

Auf Beschluß einer unabhängigen Jury wurde der mit DM 10.000,- dotierte Preis 

Herrn Dr. Heinrich Prinz
Biotest AG, Dreieich 

für seine Publikation "Anforderungen an die Qualifikation von Qualitätsauditoren", erschienen in "Die pharmazeutische Industrie", Nr. 1 und Nr. 2 / 2000, verliehen. Mit dem Preis wird ausdrücklich auch seine Publikationsreihe zum Thema "Qualitätssicherung und Auditing" gewürdigt.

Der 1987 erstmals ausgelobte Wallhäußer-Preis wird für das Jahr 2001 erneut ausgeschrieben. Satzung und Teilnahmebedingungen sind auf Anfrage von CONCEPT HEIDELBERG, Rischerstraße 8, 69123 Heidelberg, erhältlich.

 

 

 

 

 

v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Schumacher (Hoffmann-La Roche AG), Dr. Heinrich Prinz (Biotest AG), Oliver Schmidt (Concept Heidelberg)  

Hier ein kurzer Auszug aus der Laudatio, gehalten von Herrn Dr. Wolfgang Schumacher, F. Hoffmann-La Roche AG, Basel

"Nur sehr wenige Vertreter des Bereiches Qualität treten an die Öffentlichkeit, um Ihre Meinung kund zutun. Herr Prinz ist ein Vertreter dieser raren Gattung. Sie schreiben über Qualität, und Sie vertriten dazu Ihre nicht immer bequeme Meinung.

Ihre Publikationen auf dem QS Sektor befassen sich u.a. mit dem Thema „Auditing“ und mit QS-Systemen. Die Qualifikation von Auditoren stellen Sie in den Mittelpunkt, und in einem Ihrer letzten Artikel in „Die pharmazeutische Industrie“ wurde der sogenannte Audittourismus behandelt. Ihre Ausführungen haben einigen Kollegen nicht so gut gefallen. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen, Herr Prinz, dies waren Kollegen, die das Auditing wohl eher zum Selbstzweck ausgenutzt haben; viele Auditoren bringen durch fachlich schwache Audits und zu großen Formalismus dieses sinnvolle Instrument der Lieferantenbewertung in Misskredit. Ein Audit soll unter anderem die Partnerschaft zwischen Industrie und Zulieferanten stärken und ein einheitliches Qualitätssicherungssystem demonstrieren, wie Sie es in Ihrer Publikation sehr treffend beschreiben.

Ihr beruflicher Werdegang führte Sie nach einigen Jahren bei Boehringer Mannheim (jetzt F. Hoffmann-La Roche), wo Sie für die Analytik rekombinanter therapeutische Proteine (EPO) zuständig waren, zur Firma Biotest. Dort sind Sie seit vielen Jahren Prokurist und Leiter von QS  und haben unter anderem mit sehr kritischen Produkten zu tun, mit Plasmapräparaten.

Dieser Bereich ist – aus gutem Grund – sehr stark von der Behörde überwacht, und als QS-Mann kann man sich absolut keinen Lapsus leisten, sonst würde man sich sofort in der Presse oder auf der Anklagebank vor dem Kadi wiederfinden.

In einer anderen Funktion sind Sie Vorsitzender des QS-Ausschuss im Verband der deutschen Diagnostika-Hersteller. Außerdem sind Sie ein absoluter Spezialist auf dem ISO 9000 Gebiet. Natürlich haben Sie eine Personalzertifizierung nach DIN 10011 durchlaufen. 

Ihre Arbeit ist von großer Offenheit geprägt. Generell suchen Sie den Kontakt zur Behörde, um gemeinsam Lösungen zu finden, zum Schutz des Patienten und - das vergessen wir allzu oft  bei den Diskussionen über Qualität – der Patient muss im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen.  

Die Jury für die Verleihung des Wallhäußer Preises sichtet und bewertet regelmäßig Publikationen auf dem Gebiet der Qualitätssicherung mit dem Ziel, den richtigen Kandidaten für diese Auszeichnung auszuwählen. Hierbei kommt es uns darauf an, Kollegen zu ehren, die einen unermüdlichen QS-Einsatz zeigen. Für das Jahr 2000 haben wir Sie ausgewählt, da Sie im vergangenen Jahr die eingangs erwähnten Artikel publiziert haben, und wir der Meinung sind, dass Ihr Engagement einmal gewürdigt werden muss. "