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GMP-News Nr. 17
1. Dezember 1998

MRA-Abkommen zwischen der EU und den
USA tritt am 1. Dezember 1998 in Kraft

Viel ist bereits über das MRA-Abkommen geschrieben worden. Details dazu finden Sie auch in unseren GMP News Nr. 1, Nr. 2, Nr. 11, Nr. 13.

Viele Publikationsorgane haben dabei die Begriffe "paraphiert" und "ratifiziert" verwechselt. Der Sachverhalt stellt sich wie folgt dar:
  1. Am 18.05.98 hat die Europäische Kommission nach langwierigen Verhandlungen mit den USA ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung (MRA) unterzeichnet, das u.a. GMP-Inspektionen im Arzneimittel- und Wirkstoffbereich umfaßt.
  2. Die für das Abkommen so wichtige Übergangszeit von 3 Jahren (Transition Period) hat aber mit dem 18.05.98 noch nicht begonnen. Während der letzten Monate gab es immer wieder Verzögerungen. Nunmehr kann jedoch, nachdem am 30.10.98 die EU und die USA diplomatische Noten über die Beendigung der Ratifizierungsverfahren ausgetauscht haben, dieses Abkommen am 1. Dezember 1998 in Kraft treten. Es umfaßt Arzneimittel und Wirkstoffe, schließt aber medizinische Gase, Radiopharmaka, Blutprodukte und klinische Prüfmuster aus. Während der dreijährigen Übergangsfrist sollen die jeweiligen Inspektionssysteme u.a. mittels "joint inspections" auf ihre Gleichwertigkeit hin geprüft werden.
  3. Vor diesem Hintergrund hat die von CONCEPT HEIDELBERG organisierte 2nd European GMP Conference am 2./3. Dezember 1998 in Berlin mit  200 Teilnehmern zusätzlich an Bedeutung gewonnen.


    Autor: Oliver Schmidt, CONCEPT HEIDELBERG