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10.03.2011


Validierung eines Sterilisationsverfahren nach DIN ISO 17665-1

Die Qualifizierung des Sterilisators und die Validierung von Sterilisationsverfahren sind essentielle GMP-Anforderungen bei der Fertigung steriler Arzneimittel. Anforderungen zu diesen Themen finden sich für  den europäischen Bereich im europäischen Arzneibuch und im Annex 1 zum EU-GMP-Leitfaden. Weiterführende Ausführungsbestimmungen fehlen hingegen.

Den Stand der Technik bezüglich Sterilisationsverfahren mit feuchter Hitze von Medizinprodukten stellt die DIN EN ISO 17665-1 dar. Es ist die Nachfolge-Norm der DIN EN 554 (58946-6).  Ausdrücklich wird in der Norm die Anwendbarkeit auch auf andere Produkte der Gesundheitsfürsorge als Medizinprodukte erwähnt. Das können auch Arzneimittel sein.

Die Norm ist mit 51 Seiten, unterteilt in 12 Kapitel, 6 Anhänge und einem Literaturverzeichnis, sehr umfangreich. Ausführlich wird auf den ersten Seiten auf Definitionen eingegangen und neben der Einleitung noch der Anwendungsbereich definiert und normative Verweisungen gesetzt. Richtig interessant wird es dann mit dem 6. Kapitel "Charakterisierung von Verfahren und Ausrüstung". Hierzu werden Anforderungen an Spezifikationen von Sterilisationsverfahren und zur entsprechenden Ausrüstung vorgegeben. Kapitel 7 und 8 zu Produkt- und Verfahrensdefinitionen führen dann direkt zum Kapitel 9 Validierung. Auf 3,5 Seiten wird das Kapitel Validierung behandelt. Hierbei wird immer wieder auf das Kapitel 6 "Charakterisierung von Verfahren und der Ausrüstung" Bezug genommen. Neben einem allgemeinen Teil werden noch folgende Unterkapitel behandelt: IQ, OQ, PQ. Begriffe, die im Pharma-Umfeld vertraut sind. Das Unterkapitel Überprüfung und Anerkennung der Validierung beschließt dann das Kapitel. Im Folgenden werden dann noch Anforderungen an die Routineüberwachung (Kapitel 10) und die Produktfreigabe (Kapitel 11) behandelt.  Die "Aufrechterhaltung der Wirksamkeit des Verfahrens" (Kapitel 12) deckt auch Re-Kalibrierungs-, Qualifizierungs- und Validierungsaspekte ab. Beispiele für "Changes" beenden dieses Kapitel. Ergänzend sind dann noch sechs Anhänge (u. a. zum Overkill-Verfahren und zu Arbeitszyklen bei Sterilisation mit feuchter Hitze) vorhanden, sowie Literaturhinweise.

Fazit: Da im GMP-Bereich wenig konkrete Vorgaben zur Validierung der Dampfsterilisation vorhanden sind, kann die Norm bei der Umsetzung dieser Forderungen hilfreich sein. 

Sie erhalten die Norm beim Beuth-Verlag (www.beuth.de)

Autor:
Sven Pommeranz
CONCEPT HEIDELBERG

PS. Im Rahmen der Veranstaltung QV 3 Qualifizierung/Validierung in der Sterilproduktion, 12./13. April 2011 in Mannheim gehen wir auch auf Aspekte der DIN EN ISO 17665-1bei der Validierung von Sterilisationsverfahren im GMP-Umfeld ein. 

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