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15. Januar 2007
 

FDA-Vertreter präsentieren ihre Sichtweise bei europäischen Konferenzen

 
Referenten der amerikanischen "Food & Drug Administration" (FDA) sind eher selten bei Konferenzen in Europa anzutreffen. Im letzten Jahr präsentierten jedoch FDA-Vertreter bei zwei Fachtagungen die Sichtweise der amerikanischen Behörde und gaben einen Ausblick in die Zukunft.

Im Rahmen der gemeinsam von der European Compliance Academy (ECA) und der Universität Heidelberg veranstalteten PAT Conference 2006 ging Dr. Chris Watts, Team Leader Standards & Technology des Center for Drug Evaluation and Research (CDER) auf die historische Entwicklung der FDA-Aktivitäten in Bezug auf Process Analytical Technology (PAT) ein und stellte den aktuellen Stand von internen, PAT-relevanten Vorgängen vor.

Entstanden war die PAT-Initiative, so Dr. Watts, aus der enormen Belastung durch Inspektionen und Zulassungsverfahren. Deshalb erhoffte man sich aus dem PAT-Ansatz eine Lösung und Entlastung, da der Ansatz weg von Endkontrollen und mehr hin zu voll kontrollierten Prozessen geht. Dabei ging der Behördenvertreter u.a. mit einer neuen, detaillierten Definition auch auf das dafür notwendige Prozessverständnis sowie auf Fragen bei der Implementierung vor Ort ein.

Unter "Regulation in the 21th Century" beleuchtete er aktuelle Aktivitäten der FDA, die letztendlich das Ziel haben, eine Freigabe auf Basis einer Stichprobenprüfung überflüssig zu machen.

In seiner Präsentation auf der ECA-Konferenz "Setting Specifications" erläuterte Dr. Norman Schmuff, ebenfalls vom FDA Product Center CDER, neue Ansätze für das Setzen von Spezifikationen und beleuchtete dabei auch die unterschiedlichen Herangehensweisen der Behörde und der Industrie.

In Bezug auf die ICH Guidance Q8 und "Quality-by-Design" ging er auch auf eine gewisse regulatorische Flexibilität und die dafür notwendigen Voraussetzungen ein. Insgesamt, so Dr. Schmuff in seiner Zusammenfassung, böten einige ICH Guidelines, die FDA PAT Guidance und andere Initiativen der Behörde gute Voraussetzungen, um neue Wege für das Setzen von Spezifikationen einzuschlagen.

Ausführliche Berichte über die Vorträge der beiden FDA-Referenten werden in der 2. Ausgabe des neuen GMP Journals veröffentlicht, das Ende Januar 2007 erscheint. Weitere Informationen zum Journal sind im Internet unter der folgenden Adresse abrufbar:
http://www.concept-heidelberg.de/chd_gmpjournal.html
  

Im Rahmen eines Education Course geht die ECA ausführlich auf die amerikanische Behörde FDA ein und beleuchtet dabei die Organisation, Inspektionen, Anträge und Zulassung:

FDA - What You Need to Know. Organisation, Inspection, Application and Approval
vom 26.-27. April 2007 in Prag, Tschechische Republik

Eine Live Video Conference mit dem FDA Headquarter ist Bestandteil einer weiteren Veranstaltung, die die European Compliance Academy organisiert. Im Mittelpunkt steht hier die neue OOS Final Guidance der FDA:

Out-of-Specification Results
vom 14.-15. März 2007 in Barcelona, Spanien

 
Autor:
Wolfgang Heimes
CONCEPT HEIDELBERG